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Autor
Mirco Schmidt
Mein erster Kontakt zu grünem Strom war 1994 beim Aufbau des ersten hessischen Windparks

Agri-Solarpark Camino Adorf: Bürger können sich an vertikaler Agri-PV in Sachsen beteiligen
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In Neukirchen im Erzgebirgskreis entsteht eine der größten vertikalen Agri-PV-Anlagen Ostdeutschlands – und Privatpersonen können direkt daran teilhaben. Das Unternehmen Next2Sun bietet mit dem Agri-Solarpark „Camino Adorf" ein Crowdinvestment an, bei dem Bürgerinnen und Bürger Kapital einbringen und am Projekterfolg beteiligt werden. Der Ansatz verbindet zwei Trends: dezentrale Energieerzeugung und bürgerliche Mitgestaltung der Energiewende.

Was ist der Agri-Solarpark Camino Adorf?
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Das Projekt liegt in der Gemeinde Neukirchen im Erzgebirgskreis, nur wenige Kilometer südlich von Chemnitz. Auf rund 15,8 Hektar installiert Next2Sun vertikal aufgestellte Solarmodule nach dem eigenen Fields2Sun-Prinzip: Die Module stehen nicht flach, sondern senkrecht, sodass Licht von beiden Seiten genutzt wird und die landwirtschaftliche Fläche darunter weitgehend uneingeschränkt bewirtschaftet werden kann.

Die Jahreserzeugung wird auf rund 6.200 MWh geschätzt – genug, um etwa 1.900 Drei-Personen-Haushalte mit Ökostrom zu versorgen. Die landwirtschaftliche Nutzung bleibt aktiv: Auf der Fläche wird Ackergras für einen Bio-zertifizierten Pferdehof in Adorf angebaut, der direkt am Projektstandort liegt.

Wie funktioniert die Bürgerbeteiligung?
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Next2Sun bietet zwei Beteiligungswege an:

  • Crowdinvesting über die Plattform invest.next2sun.de: Nachrangdarlehen mit einer Grundverzinsung von 4,5 Prozent jährlich. Regionalinvestoren – also Anleger aus der Projektregion – erhalten einen Bonus von 0,5 Prozent zusätzlich.
  • Kommanditbeteiligung über gruene-sachwerte.de: eine direkte gesellschaftsrechtliche Beteiligung für Anleger, die stärker am Unternehmensergebnis partizipieren möchten.

Für das Crowdinvesting hat Next2Sun ein Volumen von 1,5 Millionen Euro geplant. Wie bei allen Nachrangdarlehen gilt: Das eingesetzte Kapital ist nicht durch Einlagensicherung geschützt und kann im Verlustfall vollständig verloren gehen.

Warum Agri-PV und nicht konventionelle Freiflächenanlagen?
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Konventionelle Solarparks versiegeln oder verdrängen landwirtschaftliche Flächen – ein wachsender Kritikpunkt, der in einigen Bundesländern zu Beschränkungen geführt hat. Vertikale Agri-PV-Anlagen wie Camino Adorf gehen einen anderen Weg: Die Solarmodule stehen im Abstand von mehreren Metern senkrecht, und die Fläche zwischen den Reihen kann weiterhin mit Traktoren befahren und bewirtschaftet werden.

Studien zeigen, dass bestimmte Kulturen von dem Mikroklima unter vertikalen Modulen sogar profitieren können – durch Schutz vor Starkregen, reduzierten Wasserbedarf oder kühlere Bodentemperaturen in Hitzeperioden. Für die Energiewende bedeutet das: PV-Zubau ohne Flächenkonkurrenz mit der Lebensmittelproduktion.

Was bedeutet das für Verbraucher?
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Für Stromkunden, die nicht nur passiv Ökostrom beziehen, sondern aktiv in erneuerbare Projekte investieren möchten, ist Camino Adorf ein konkretes Beispiel dafür, wie das möglich ist:

  • Direkte Rendite: 4,5 Prozent p.a. als Nachrangdarlehen, bei regionaler Nähe 5 Prozent
  • Lokaler Bezug: Das Projekt liegt in Sachsen – für Anleger aus der Region ein unmittelbar erfahrbares Investment
  • Kein Mindestbeitrag über die gesetzliche Bagatellgrenze hinaus (Crowdinvesting in Deutschland i.d.R. ab 200–500 Euro)

Wer bereits auf einen dynamischen Stromtarif umgestiegen ist und seine Eigenverbrauchsquote optimiert, kann eine Projektbeteiligung als ergänzenden Baustein sehen: Statt nur von günstigen Börsenzeiten zu profitieren, beteiligt man sich direkt an der Erzeugungsseite.

Einordnung in den Markt
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Next2Sun ist eines der wenigen deutschen Unternehmen, das sich auf vertikale Agrivoltaik spezialisiert hat. Die Fields2Sun-Technologie ist seit Jahren im Einsatz; Camino Adorf soll zu den leistungsstärksten Anlagen dieser Bauart in Ostdeutschland gehören. Mit dem Crowdinvesting folgt das Unternehmen einem Modell, das sich in der Energiewende zunehmend etabliert: Projektentwickler finanzieren einen Teil des Vorhabens über Bürgerkapital und stärken damit gleichzeitig die regionale Akzeptanz.

Fazit
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Agri-Solarpark Camino Adorf zeigt, dass Solarenergie und Landwirtschaft kein Widerspruch sein müssen – und dass Privatpersonen mehr als nur Stromkunden sein können. Die Beteiligungsmöglichkeit über Crowdinvesting macht die Energiewende greifbar und investierbar, auch wenn Risiken wie bei jedem Nachrangkapital nicht zu unterschätzen sind.

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Quellen
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Grüner Strom aus Projekten wie diesem lässt sich auch direkt beziehen – mit dem richtigen Tarif. Vergleich auf gruener-strom.de.