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Autor
Mirco Schmidt
Mein erster Kontakt zu grünem Strom war 1994 beim Aufbau des ersten hessischen Windparks

Erneuerbare Energien weltweit: 2025 erstmals vor Kohle – was das für Stromkunden bedeutet
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🌍 Ein historischer Wendepunkt: Im Jahr 2025 haben erneuerbare Energien weltweit erstmals seit über 100 Jahren mehr Strom erzeugt als Kohle. Die aktuellen Statistiken von Prof. Volker Quaschning zeigen das ganze Ausmaß dieser Entwicklung — und warum sie für Stromkunden in Deutschland unmittelbar relevant ist.

Die Zahlen: Was 2025 global passiert ist
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Laut Quaschnings Auswertung erzeugten erneuerbare Energiequellen 2025 insgesamt 10.807 TWh Strom weltweit. Damit stieg ihr Anteil am globalen Strommix auf 34,2 Prozent — gegenüber 20,1 Prozent im Jahr 1990.

Die Aufschlüsselung nach Technologien:

QuelleErzeugung 2025
Wasserkraft4.513 TWh
Windenergie2.715 TWh
Photovoltaik2.710 TWh
Biomasse753 TWh
Geothermie91 TWh
Solarthermie (CSP)24 TWh
Gesamt erneuerbar10.807 TWh

Der entscheidende Vergleich: Kohle erzeugte 2025 global 10.476 TWh — und liegt damit erstmals seit einem Jahrhundert hinter den Erneuerbaren. Das ist kein Zufall, sondern das Ergebnis jahrelangen, teils exponentiellen Wachstums.

Solars rasanter Aufstieg — von 33 auf 2.710 TWh in 15 Jahren
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Die bemerkenswerteste Entwicklung ist der Aufstieg der Photovoltaik. Noch 2010 erzeugte Solar weltweit lediglich 33 TWh. Bis 2025 hat sich dieser Wert auf 2.710 TWh mehr als verachtzigtfacht.

Allein 2025 wuchs die Solarstromerzeugung um 30 Prozent (+636 TWh) und deckte damit 75 Prozent des gesamten globalen Strombedarfanstiegs ab. Weltweit wurden 511 GW neue Photovoltaikleistung installiert — die Gesamtkapazität beträgt inzwischen 2.376 GW.

Wind und Solar zusammen erzeugen heute bereits 5.425 TWh — ungefähr viermal so viel wie Kernkraft weltweit.

Deutschland: Über die Hälfte des Stroms aus Erneuerbaren
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Auch in Deutschland spiegelt sich dieser globale Trend wider. 2025 stammten laut Statistischem Bundesamt 58,6 Prozent des ins Netz eingespeisten Stroms aus erneuerbaren Energiequellen. Damit ist Deutschland bereits seit 2023 ein Land, in dem Ökostrom die Mehrheit des erzeugten Stroms ausmacht.

Im ersten Quartal 2026 lag der erneuerbare Anteil bei 54,5 Prozent — rund 2,3 Prozentpunkte über dem Vorjahreszeitraum.

Das hat konkrete Konsequenzen für den Strommarkt:

  • Häufigere Niedrigpreisphasen: Wenn Wind und Sonne viel einspeisen und die Nachfrage niedrig ist, sinken die Börsenpreise — bis hin zu negativen Werten.
  • Mehr Stunden mit negativen Strompreisen: 2026 werden 700 bis 900 Stunden mit negativen Börsenpreisen erwartet.
  • Sinkende Gestehungskosten: Neue Solar- und Windanlagen produzieren günstiger als je zuvor — der Trend zu günstigerem Ökostrom setzt sich fort.

Was die globale Entwicklung für Verbraucher bedeutet
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Die weltweite Dynamik beim Ausbau erneuerbarer Energien ist kein abstrakter Datenpunkt. Sie wirkt sich direkt auf Ihre Stromrechnung aus — positiv wie negativ:

Chancen:

  • Sinkende Technologiekosten senken langfristig die Stromgestehungskosten
  • Mehr Ökostrom im Netz bedeutet mehr Stunden mit günstigen oder negativen Preisen
  • Dynamische Stromtarife (Tibber, aWATTar, Octopus) geben diese Preisvorteile direkt weiter
  • Eigenversorgung mit PV + Speicher wird attraktiver und günstiger

Herausforderungen:

  • Netze und Speicher müssen mit dem Ausbau Schritt halten
  • Volatile Erzeugung erfordert flexible Verbraucher und intelligente Steuerung
  • Netzentgelte und Abgaben bleiben vorerst ein fixe Kostengröße

Einordnung: Der Wandel beschleunigt sich
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Noch 1990 dominierten fossile Energieträger die Stromerzeugung nahezu vollständig. Wasserkraft war damals für 94 Prozent aller erneuerbaren Stromerzeugung verantwortlich — Wind und Solar spielten praktisch keine Rolle.

35 Jahre später hat sich das Bild grundlegend verändert. Wind und Solar sind inzwischen die Wachstumstreiber, die Kapazitäten steigen jährlich schneller als erwartet, und die Kostenkurven zeigen weiter nach unten.

Für Verbraucher bedeutet das: Der beste Zeitpunkt, von der Energiewende zu profitieren, ist jetzt — mit dem richtigen Tarif, den passenden Geräten und dem Blick auf dynamische Preisangebote.

Quellen
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Wer die Vorteile dynamischer Strommärkte und erneuerbarer Energien optimal nutzen möchte, sollte regelmäßig einen aktuellen Strompreisvergleich durchführen. Mehr dazu auf gruener-strom.de.